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Ein Kosmetikwissenschaftler erklärt Retinol

23 November 2020

Ein Kosmetikwissenschaftler erklärt Retinol

Alles über das Anti-Ageing-Wunder

„Retinol: Die Zutat für versierte Hautpflegebenutzer – diejenigen, die schockiert wären, wenn man erzählt, dass man nicht doppelt reinigt, und – meine Güte – bitte sag nicht, dass du ein Make-up-Tuch verwendest? Retinol kann einschüchternd wirken, wie der Kollege bei der Arbeit etwa, den jeder kennt und respektiert. Doch du hast dich bisher nicht dazu durchringen können, auch nur ein Wort mit ihm zu wechseln. Wenn du dich jedoch endlich traust, es zu versuchen, merkst du, dass der erste Eindruck falsch war und du es hier mit der hilfreichsten, effizientesten Person aller Zeiten zu tun hast. Du fragst dich, wie du jemals ohne ihn überlebt hast.
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Was ist Retinol?
Retinol ist eine alkoholische Vitamin-A-Lösung (Retinsäure), die zur Familie der Retinoide gehört. Dies sind alles verschiedene Derivate und Formen von Vitamin A. Wie alle Vitamine kann Retinol nicht künstlich vom Körper erzeugt werden und muss ihm daher zugeführt werden. Du findest Retinol, Retinylpalmitat und Retinol-Acetat unter den INCI-Bezeichnungen. Sie alle besitzen unterschiedliche Konzentrationen, wobei Retinol die stärkste Variante ist, die in Kosmetikprodukten erhältlich ist. Tretinoin ist das stärkste Retinoid, ist jedoch nur in verschreibungspflichtigen Produkten erlaubt, die von einem Dermatologen verabreicht werden. Die Bedeutung von Retinol wurde im 1. Weltkrieg entdeckt, und 1968 wurde das Retinoid-Arzneimittelprojekt ins Leben gerufen, um die Retinoidsynthese, die klinische Wirksamkeit und Sicherheit des Stoffs zu verbessern. Retinol ist ein sicherer Inhaltsstoff, der in der Dermatologie und Hautpflege in den letzten 40 Jahren eingehend erforscht und häufig verwendet wurde. Er wird in der Regel synthetisch hergestellt oder aus pflanzlichen Quellen gewonnen.




Wie wirkt Retinol?
Retinol ist ein sehr wirkungsvoller Inhaltsstoff. Seine Wirkung auf die Haut und wie er sich auf zelluläre Prozesse auswirkt sind genau dokumentiert. Die Anwendung erzielt verschiedene Verbesserungen des Hautbilds. Er erwirkt einen epidermalen Zuwachs (Verdickung des oberen Hautbereichs) und verdichtet gleichzeitig das Stratum corneum (die oberste Schicht der Haut), wodurch die sichtbaren Effekte des sogenannten Photoageing (lichtbedingte Hautalterung) reduziert werden. Der epidermale Zuwachs entsteht durch Retinol, das den Rückgang von Kollagen verlangsamt. Dies ist eines der Proteine, das die vernetzte Struktur in der Dermis bildet, die die Haut straff, elastisch und fest hält. Wenn das Kollagen schwindet, verliert die Haut an Straffheit. Regelmäßige Verwendung von Retinol reduziert Fältchen und Falten sowie Hyperpigmentierung und erwirkt ein glatteres und gleichmäßigeres Hautbild.

Hinweis: Retinol „peelt” die Haut nicht, da es nicht keratolytisch ist (es baut keine abgestorbenen Zellen der äußeren Hautschicht ab). Es regt jedoch die Zellerneuerung der Epidermis an. Neue Zellen werden schneller gebildet und durch die Epidermis empfangen, anstatt Zellen der äußeren Hautschicht zu entfernen.




Kann Retinol Hautunreinheiten oder Nebenwirkungen verursachen?
Da Retinol auf der Haut arbeitet, kann es zu Nebenwirkungen wie Erythema (Rötungen) sowie Trockenheit und Reizungen kommen. Es kann auch sein, dass die Haut beim ersten Gebrauch Hautunreinheiten oder Pickel aufweist.

Das Auftreten von Hautunreinheiten unterscheidet sich von normalen Pickeln. Dies geschieht, wenn du ein Produkt mit Inhaltsstoffen verwendest, die den Zellumsatz erhöhen, wie z. B. Retinol. Diese Zunahme des Zellumsatzes beschleunigt die Bildung von Pickeln und bringt blockierte Poren (Mikrokomedo) auf die Oberfläche, die zuvor nicht sichtbar waren. Die Haut bringt also Hautzellen und Talg zum Vorschein, die bereits vorhanden waren, sich aber noch nicht zu einem Pickel entwickelt hatten – es werden also keine neuen Unreinheiten „geschaffen”. Sobald die erste Phase überwunden ist und sich die Haut mit dem neuen erhöhten Zellumsatz synchronisiert hat, solltest du feststellen können, dass deine Haut viel klarer aussieht als zuvor. Dies sollte zwischen vier und acht Wochen dauern. Wenn deine Haut nach dieser Zeit nicht besser wird, kann es empfehlenswert sein, die Anwendung zu stoppen.




Retinoide und Akne
Retinol wird traditionell in der Hautpflege für reifere Hauttypen verwendet, da es sich dazu eignet, Falten und Fältchen zu reduzieren und vor Photoageing zu schützen. In den letzten Jahren ist Retinol jedoch aufgrund seiner Verwendung gegen Akne und Hautunreinheiten immer beliebter geworden und wird von Dermatologen häufig verschrieben und empfohlen. Dies liegt daran, dass Retinoide nachweislich auf verschiedene Weise auf die Haut wirken, um die Ursachen von Akne zu bekämpfen. Retinoide tragen dazu bei, die Zellerneuerung zu beschleunigen und die Talgproduktion zu reduzieren, was zur Beseitigung verstopfter Poren beiträgt. Außerdem können verschiedene Entzündungswege blockiert und Rötungen und Entzündungen reduziert werden, die andernfalls die Akne verschlimmern können.

Die Verwendung von Retinoiden ist eine effektive Methode, um die Anzahl von Unreinheiten, Hautrötungen und Aknenarben zu reduzieren.


Wie kann ich Retinol in meiner Hautpflegeroutine verwenden?
Bei der Verwendung von Retinol kommt es typischerweise zu Nebenwirkungen, da es auf der Haut arbeitet; das sind meist Trockenheit, Reizungen und Schuppenbildung der Haut. Dies sind alles vorübergehende Auswirkungen, die innerhalb weniger Wochen nach der Verwendung verschwinden sollten. Diese können reduziert werden, indem Retinol mit hautberuhigenden und feuchtigkeitsspendenden Inhaltsstoffen gemischt wird. Probiere unsere Cica Cream zusammen mit Retinol-Produkten aus, um Trockenheit zu bekämpfen und die Haut zu beruhigen.

Da Retinol ein starker Inhaltsstoff ist, empfiehlt es sich, die Anwendungshäufigkeit und Konzentration im Laufe der Zeit zu erhöhen, um die Hauttoleranz aufzubauen. Beginne mit einer niedrigen Konzentration (0,1-0,3 %) und verwende das Produkt bis zu zweimal pro Woche. Sobald die Nebenwirkungen sich langsam verringern, kannst du das Produkt jede Nacht verwenden. Wenn du die verwendete Konzentration erhöhst, reduziere die Verwendungshäufigkeit auf ein- oder zweimal pro Woche, damit die Haut sich umgewöhnen kann.




Mit welchen Inhaltsstoffen ist Retinol kompatibel?
Retinol ist mit den meisten Inhaltsstoffen kompatibel. Seine hohe Wirksamkeit kann jedoch bedeuten, dass es am besten ist, es nicht gleichzeitig mit anderen hoch wirksamen Zutaten wie AHAs und BHAs zu verwenden. Versuche stattdessen, die beiden Zutaten in Zyklen zu verwenden, und wechsle an verschiedenen Abenden oder wöchentlich zwischen den Wirkstoffen.

Retinol kann mit Vitamin C verwendet werden (sein saurer pH-Wert hat keinen Einfluss auf die Wirkung), und in der Tat haben sie in Kombination eine synergistisch gute Wirkung bei der Bereitstellung von Antioxidantien. Niacinamid und Retinol sind ebenfalls gute Partner, da Niacinamid Rötungen reduziert und die Haut beruhigt.




Retinol ist ein Inhaltsstoff, der respektiert, nicht gefürchtet werden sollte und bei den meisten Hauttypen effektiv und mit sehr geringen Nebenwirkungen eingesetzt werden kann. Die Ergebnisse sprechen für sich selbst, und wenn du es einmal ausprobiert hast, wirst du es nicht mehr missen wollen. Es ist das am schlechtesten gehütete Geheimnis der Branche für weiche, glatte und strahlende Haut.”
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